©2018 by Francois Hagdorn

    Handyfasten mit Catherine/ Digital Detox/ Teil 1, Teil 2 und Teil 3

    November 8, 2018

    "Nach Karneval (2018) und bis Ostern, werde ich Handyfasten". Diesen Vorsatz hat sich Catherine gemacht. Catherine ist Radiomoderatorin, Ehefrau, Mutter, und ... aktive Handynutzerin!

     

    Im erste Teil der dreiteiligen Kurzfilmserie erläutert Catherine ihr Vorhaben, und die damit verbundenen Erwartungen und Befürchtungen im Hinblick auf die bevorstehende Fastenzeit, in welcher sie vollständig auf den Handygebrauch verzichten möchte. Lasse dich überraschen, welchen Weg sich Catherines Selbsterfahrung in Teil 2 und Teil 3, bahnt.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Originaltranskript aus dem Handyfasten Video, Teil 1:

     

    Heute ist Samstag. Sonntag, Montag, Dienstag... Noch drei mal schlafen, dann muss ich

    darauf verzichten. Jetzt könnte man sagen, na und, macht doch nichts. Für mich ist das ganz ganz schwierig, weil ich durch meinen Beruf telefonisch erreichbar sein will. Aber eben auch für meine Freunde, die mir ständig irgendwelche whatsapp schicken oder sms schicken.

     

    Aber ich finde, dass dieses Teil die Kommunikation kaputt macht. Also es ist schon so, dass mein Mann immer gesagt hat: "Ich verfluche den Tag, als ich dir dieses blöde iphone geschenkt habe". Und ich immer sage: "Warum, es ist doch super, so ein iphone.

     

    Und tippe darauf rum, es ist ein lebender Computer sozusagen, alles im Kleinformat. Toll, wo ist das Problem"? Und der immer sagte:"Du tipps nur noch auf dem Ding rum. Du bist nicht mehr ansprechbar für die Familie." Selbst meine Kinder sagen tatsächlich oft: "Mensch Mama, jetzt höre mir doch mal zu". Weil ich eben doch relativ häufig auf diesen Ding rum tippe und irgendwelche whatsapp Nachrichten los sende. Und ich habe eine Freundin, die twitter zudem auch noch. Und (sie) hat einen facebook account. Und ich merke sehr wohl, wenn ich mit der zusammen bin die guckt nonstop auf ihr Handy. Und das hat mich schon auch gestört.

     

    Wo ich irgendwann gemerkt habe: "Irgendwas ist hier nicht mehr normal. Warum können wir nicht mehr ganz normal miteinander sprechen, warum gucken wir ständig auf dieses Handy? Wir sind ja so fremdbestimmt. Wir sind gar nicht mehr so bei uns!" Und dann hab ich mir irgendwann gedacht: "Irgendwie stimmt hier nicht. Das muss ich mal ändern."

     

    Und dann habe ich gedacht, weil ich der Fastenzeit immer auf irgendetwas verzichte. Ich habe schon auf Schokolade verzichtet, auf Milch, Eier auf alles mögliche, ... und ich mir dann gesagt habe: "Das ist noch nicht genug Herausforderungen. Ich nehme das jetzt mal als Herausforderung und ich nehme sie jetzt auch mal als Zeitpunkt mich zu zwingen auf das Handy zu verzichten."

     

    Ich habe schon ...vielleicht nennen wir es Respekt. Ich habe Respekt vor dem was kommt. Viele haben auch gesagt: "Traust du dich das? Das ist ja Wahnsinn!". Einer hat auch zu mir gesagt, und das fand ich wirklich ziemlich lustig: "Mensch, welche Wette hast du denn verloren?". Und was mich sehr sehr gefreut hat war, dass zwei Leute ganz spontan gesagt haben: "Das finde ich so toll das mache ich jetzt auch." Und es würde mich auch freuen, wenn sich noch mehr anschließen.

     

    Ich will auch dass meine Kinder mal sehen, dass diese Mutter, die sonst immer auf diesem Ding rum tippt, dass die es eben auch schafft ohne, und dass sie dann einfach auch wieder mehr da ist und mehr ansprechbar ist. Das nehme ich mir schon auch vor. Ich will ein Handy an sich nicht verteufeln ich will nur sensibilisieren für den Umgang damit. Und das ist mir einfach total wichtig.

     

    Ich habe großen Respekt davor, und ich werde euch bestimmt erzählen wie es sich anfühlt. Ich werde mich bestimmt noch mal melden zwischendrin, und bin mal gespannt wie viel von meinen ideellen Gedanken dann noch übrig ist...

     

     

     

    Im zweiten Teil der dreiteiligen Kurzfilmserie macht Catherine eine Zwischenbilanz über ihre bereits gemachten Erfahrungen während des Handyfastens.

     

    Sie stellt positive Veränderungen innnerhalb ihres engesten familiären Umfeldes fest. Ferner ändert sich ihr Blick auf die anderen Menschen, die überall um sie herum ihr Handy permanent im Einsatz haben: Aus dem neuen Blickwinkel ist das nämlich befremdlich.

     

    Für die verbleibende Fastenzeit bis Ostern ist Catherine weiterhin positiv gestimmt. Und sie kann schon jetzt die Nachamung empfehlen. "Es ist ja nur für eine begrenzte Zeit".

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten des dritten Teils der dreiteiligen Kurzfilmserie konnte Catherine auf ihre Handyfastenzeit zurückblicken- und ihre finale Bilanz ziehen- welche positiv war.

     

    Dann aber, wird es richtig persönlich. Denn durch Catherines Selbstreflektion tritt zutage, dass Ihre Idee für das Handyfasten einige tiefgehende persönliche Aspekte in ihrem Leben berührt hatte. Auf den ersten Blick nutzte sie im Rückblick gerne die modernen Medien, um mit ihrem Umfeld im Kontakt zu sein. Bei tieferem Hinschauen kam jedoch eine Erkenntnis hinzu, dass es für sie schmerzhaft sein kann, wenn Funkstille herrscht. Das erwartet man nicht unbedingt von Menschen, die tendenziell extrovertiert sind.

     

    Sehr schön ergibt sich somit im dritten Teil ein harmonischer Bogen. Angefangen hat es mit dem inneren Willen eine bedeutende (Verzichts-)erfahrung erleben zu wollen. Auf dem Weg begeben wurden aus einem neuen Blickwinkel interessante Beobachtungen in der eigenen Familie und in der Außenwelt gemacht. Schließlich kommt es zur Selbsterkenntnis, dazu gehörte auch die Begegnung mit den ureigenen Ängsten.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     


     

     

     

     

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